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Unternehmen in Online-Communities – ein Dissertationsprojekt 21. Mai 2007

Posted by Daniel Kömpel in Aktuelles, Arbeitswelt / Online-PR.
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Meine ehemalige Kommilitonin Valerie Ponell hat für ihre Master-Dissertation an der Cardiff University eine Online-Umfrage ins Netz gestellt. Das Thema lautet:

„Unternehmen in Online-Communities – Präsentation oder Kommunikation?“

Die Umfrage ist auf Englisch gehalten und kostet keine fünf Minuten Zeit. Hier könnt ihr Valerie helfen, ein repräsentatives Ergebnis zu erhalten.

Die Fragen sind interessant und im Ergebnis sicherlich aussagekräftig. Einzig, ich vermisse ein wenig die genauere Differenzierung der verschiedenen Online-Communities und deren Zielsetzung. Das würde allerdings auch sicher den Rahmen der Befragung sprengen … Allerdings sehe ich einen großen Unterschied darin, ob ein Unternehmen eine Community-Seite selbst betreibt oder ob es sich irgendwo anders einklinkt um User unterschwellig zu beeinflussen.

Auch gibt es eine Unmenge verschiedener Plattformen, die extrem unterschiedliche Ziele verfolgen. Beispielsweise Neon als journalistische Community-Site mit User-generiertem Content, die jedoch eng an die Printausgabe angelehnt ist. Im Gegensatz dazu wären reine Service-Communities, wie etwa technische Support-Foren zu nennen und neben dem genannten Second Life stellen natürlich auch MMORPGs Online-Communities dar. Hier ist der Einfluss von Unternehmen ein gänzlich anderer:

Mittlerweile haben nämlich einige pfiffige Geschäftsleute aus Fernost festgestellt, dass einige Millionen Gamer bereit sind, für virtuelle Gegenstände echtes Geld auszugeben. Da sich diese in MMORPGs nicht einfach beliebig herstellen lassen, sondern verdient werden müssen, werden Online-Welten wie Mittelerde (Lord of the Rings Online) mittlerweile von Profispielern aus Asien unterwandert, die im Akkord „farmen“ d. h. Geld und teure Gegenstände anhäufen, die dann über Handelsportale an „reale“ Mitspieler ingame weiterverkauft werden.

Es ist meines Erachtens also unheimlich schwierig, allgemeingültige Aussagen zum Einfluss von Unternehmen auf Communities zu machen. Ich bin dennoch sehr gespannt auf die Ergebnisse und – im Bezug auf meinen letzten Beitrag – die Anzahl der Teilnehmer …

Kommentare»

1. Valerie Ponell - 21. Mai 2007

„Allerdings sehe ich einen großen Unterschied darin, ob ein Unternehmen eine Community-Seite selbst betreibt oder ob es sich irgendwo anders einklinkt um User unterschwellig zu beeinflussen.“

Da hast Du vollkommen recht – wobei man es auch andersherum sehen kann. Gehört nicht mehr Mut dazu, sich einer bereits existierenden Community zu stellen? Vor allem einer, in der nicht nur Fans darauf warten, alles mögliche über Dich zu sagen? Ich kann mir vorstellen, dass eine eigene Community mehr Menschen anzieht, die etwas Positives zu sagen haben, wobei unabhängige Communities schwerer einzuschätzen sind. Vor allem weil es dort auch keinerlei Kontrollmöglichkeit für ein Unternehmen gibt und es sich der wirklich kritischen (und manchmal unvernünftigen) Masse stellt.

2. Valerie Ponell - 21. Mai 2007

(dabei gehe ich natürlich davon aus, dass das Unternehmen fair und offen handelt, und nicht versucht, sich als etwas oder jemand anderes auszugeben)

3. Daniel Kömpel - 21. Mai 2007

Du hast recht, es gehört sicher mehr Mut dazu, sich den Kunden/Peer-Groups auf einer unabhängigen Site zu stellen. Doch muss man dies auch sehr feinfühlig und organisiert tun. Aus meiner Erfahrung in Communities wage ich zu behaupten, dass dort sehr viele streitwillige Menschen unterwegs sind, die oftmals ihren mangelnden Einfluss im Reallife durch destruktives Bashing zu kompensieren versuchen.

Außerdem gilt in diesen Communities oftmals noch ein gewisser Netz-Anarchie-Gedanke, der es Unternehmen sehr schwer machen dürfte, sich dort zu profilieren. Auch hier kommt es aber natürlich sehr stark auf Branche und Zielgruppe an. Der Word-of-Mouth-Gedanke scheint aber in der Tat einen gewaltigen Aufschwung zu erleben …

4. 7an - 22. Mai 2007

Nette Umfrage, gleich mal mitgemacht. Viel Erfolg mit dem Master, Valerie!


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