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DSDS, die Macht der Vermarktung und das Social-Music-Web 6. Mai 2007

Posted by Daniel Kömpel in Aktuelles, Arbeitswelt / Online-PR, Das muss ich loswerden, Private Netzwelten.
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Das Social Web eröffnet jedem die Möglichkeit, sich seine ganz individuellen Playlists zusammenzustellen, die seinen Musikgeschmack erstaunlich genau treffen anhand von wenigen angegebenen Titeln. Das ganze funktioniert nach dem amazon-Empfehlungsprinzip und nennt sich beispielsweise last.fm. Dafür muss man natürlich erstmal einen eigenen Musikgeschmack entwickeln. Ist dieser von Shows wie der heute zu Ende gegangenen vierten Staffel von Deutschland sucht den „Superstar“ geprägt, kann auch ein Tool wie dieses nicht mehr viel retten …

Über die Show selbst muss man nicht viele belustigende Worte verlieren – das ist schon fast zu einfach. Diese Show ist ihre eigene Parodie. Mit wahren Künstlern hat das in etwa so viel zu tun, wie der Irak mit Massenvernichtungswaffen. Und während „Superstars“ wie Martin Stosch, der in etwa das Charisma eines defekten Toasters besitzt, von den Deutschen auf Platz zwei gewählt wird, kämpfen talentierte Bands wie etwa Kain – mit aussagestarken Texten und einem Sound, der einfach echt und authentisch ist, ums überleben. Auf einem Konzert im Frankfurter Nachtleben finden sich gerade mal ca. 50 Leute ein. Die Band liefert eine tolle Show – trotz der spürbaren Enttäuschung.

Und das, obwohl das WWW theoretisch Newcomerbands die Möglichkeit bietet, sich ohne Rückhalt großer Plattenfirmen einen Namen zu machen. Ganz selten klappt das auch. Künstler wie Sandi Thom sind mit Live-Übertragungen aus dem Wohnzimmer über Nacht berühmt geworden – oder Moment mal – ach nee – auch das war wohl nur eine beschissene zugegeben clever organisierte Marketing-Kampagne

Dann gibt es noch Kampagnen, wie „bum rush the charts„. Hier wird sich zurecht darüber aufgeregt, dass die Plattenindustrie von jedem verkauften Song (99 Cent) auf i-Tunes ganze 75,5 Cent für sich beansprucht (für was eigentlich? den Vertrieb???). Dem Künstler bleiben nach dem Anteil von i-Tunes ganze 4,5 Cent übrig. Ziemlich ungerecht sowas. Das dachte sich auch die Podcast-Community, die in o.g. Aktion dazu aufrief, es den Plattenfirmen mal so richtig zu zeigen und eine Indie-Band auf Platz 1 zu bringen durch gezielten Kauf der Single „Mine Again“ von „Black Lab“ (klingt übrigens ziemlich kommerziell für Indie!).

„People are sick of the watered-down, cookie-cutter content that networks and record companies expect us to enjoy. People are tired of watching friends and loved ones get sued by record labels who only care about profits and nothing else, not even the artists they supposedly represent.“ (Bum rush the Charts)

Dumm nur, dass sich die Charts auf i-Tunes nicht einfach nach den Verkaufszahlen richten, sondern nach einem undurchschaubaren Algorithmus, der nicht die Verkaufszahlen 1:1 widerspiegelt – warum auch immer:

Derick Mains, a spokesman for Apple, declined to comment on the campaign but said the bestseller list is compiled using proprietary methods that the company doesn’t disclose. “It’s much more complicated than taking a snapshot of the previous 24 hours’ worth of sales,” he said. (Washington Post)

So kam man über einen Platz 9 in Schweden leider auch nicht hinaus. Da haben Sony BMG, EMI, Time Warner und Vivendi (richtig, es gibt nur vier große) es sicher ganz schön mit der Angst zu tun bekommen. Unterstellt man einmal, dass auch das keine reine Marketing-Aktion war …

So langsam bekomme ich ja richtig Respekt vor der Macht der Blogosphäre und der *hüstel* Podcast-Community …

Kommentare»

1. Walter - 7. Mai 2007

Mann, Mann erst über alle möglichen Uni-Verteiler spammen und dann so ein hässliches Layout hier präsentieren. Der Banner oben ist mal
wirklich dilettantisch umgesetzt. Das ist Web 1.0 in reinstform.
Schonmal gemerkt eines der Merkmale von Web 2.0 ist die betonte
Ästhetik!
Sorry, aber wer sich so wichtig tut sollte seinen Besuchern dann auch
was nettes präsentieren…und wenn du mit Photoshop nicht umgehen
kannst dann lass die Finger davon und benutz ein Standard-Template.

2. Daniel Kömpel - 7. Mai 2007

Lieber Walter, oder wie immer du auch heißt,
Ich habe eine Mail an meine Kommilitonen aus dem Journalismus-Bereich geschrieben. Das war alles, was ich „zugespammt“ habe. Was ein Banner mit Web 2.0 zu tun hat, entzieht sich mir. Letztlich ist es, wie so vieles, Geschmackssache.
Was du hier allerdings auch noch so wunderbar feige anonym abziehst, ist allerdings wirklich geschmacklos und dazu off-topic. Da Trolle wie du aber ein nicht zu unterschätzender Bestandteil der Blogosphäre sind, bin ich dir dankbar für deinen Beitrag. Er wird in die Auswertung mit eingehen.
Würde mich freuen, wenn du mir weitere Kritik dieser Art ins Gesicht sagen könntest, lieber „Walter“.

3. Marsha - 7. Mai 2007

Also nix gegen konstruktive Kritik. Aber ich weiß wirklich nicht, was an dem Header auszusetzen ist. Einfach nur rummaulen und alles schlecht machen – bei einem Kommilitonen – ist ja nicht die feine Art.

Was würdest du denn anders machen, Walter? Nur das Bild ändern oder gefällt dir das WordPress-Layout nicht?

Übrigens – wenn Kritik, dann sollte so ein Kommentar nicht mit Rechtschreib- und Kommata-Fehlern gespickt sein. Das ist nämlich nun wirklich peinlich.

4. Kathrin - 8. Mai 2007

Ich verstehe ganz ehrlich nicht, warum man sich so sehr über ein Layout aufregen kann.
Mir ist die Kopfgrafik bisher gar nicht groß aufgefallen, ich beschäftige mich viel lieber mit dem Inhalt dieses Blogs. Und der gefällt mir ausgesprochen gut :)
Vermutlich ist Walter vor lauter Aufregung um den Banner aber gar nicht zum Lesen gekommen.

5. Daniel Kömpel - 8. Mai 2007

Hallo Kathrin,
schön, dass du die Prioritäten sinvoller setzt und dir auch die Inhalte gefallen :)
Ich lasse mir Kritik ja gerne gefallen – hätte sogar noch mehr ob des recht statischen WordPress-Layouts erwartet. Aber der erste Kommentar ging natürlich total am Sinn und Zweck dieser Seite vorbei …

6. Stefan - 12. Juli 2007

Also ich persönlich finde das etwas zu groß geratene Smilie im Footer-Bereich recht hübsch ;o)


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