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Ethikkommission gesucht – Bezahlung schlecht, Anfeindung garantiert … 23. Juni 2007

Posted by Daniel Kömpel in Aktuelles, Das muss ich loswerden, Journalismus / Neue Medien.
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Flickr filtert Nacktbilder – auch so eindeutig pornografische und die Jugend verführenden Schandwerke wie die Venus von Milo müssen dem Diktat des Anbieters folge leisten und sich in die ihnen zustehenden schmuddeligen Ecken des Internets zurückziehen. Auch digg tut sich mit seitens der Industrie geforderten Zensur anfänglich nicht schwer, ungern gesehene und profitgefährdende Inhalte von der „User-Generated-Content-Seite“ zu löschen. Brauntriefende, gegen jegliche Ethik und ganz nebenbei auch diesem Lappen namens Grundgesetz verstoßende Glatzenpropaganda wie diese: (mehr …)

Prometeus – The Media Revolution (yet another one …) 21. Juni 2007

Posted by Daniel Kömpel in Das muss ich loswerden, Grundlegendes, Journalismus / Neue Medien, Politik 2.0, Private Netzwelten.
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Und noch eine animierte Zukunftsvision: Im Vergleich zu Epic 2015 interessant, weil es auch Virtuelle Realität mit einbezieht. Bleibt nur zu hoffen, dass nicht tatsächlich ein privater, kommerzieller Anbieter wie Second Life eines Tages diese Marktmacht auf sich vereint … 

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Die „Grünen“ des digitalen Zeitalters 15. Juni 2007

Posted by Daniel Kömpel in Expertenbefragung, Grundlegendes, Politik 2.0.
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Jens SeipenbuschJens SeipenbuschEines hat die Piratenpartei Deutschland mit einer regierenden Volkspartei gemeinsam: Der Vorsitzende ist Diplom-Physiker. Ansonsten fallen die Gemeinsamkeiten eher gering aus. Beim Patentrecht, den Abwehrrechten des Einzelnen gegenüber dem Staat und der Ausgestaltung der Globalisierung ist der Grad des Konsens in etwa auf der Ebene Hamas und U.S.-Regierung anzusiedeln …

Im folgenden Interview gibt der Vorsitzende Jens Seipenbusch Einblicke in Visionen und Ziele der PIRATEN, die bereits 2008 planen, die Landtage in Deutschland zu entern: (mehr …)

MMORPGs: Abenteuer in Mittelerde contra „Tatort“ und „Wer wird Millionär“ 10. Juni 2007

Posted by Daniel Kömpel in Grundlegendes, Private Netzwelten.
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„Gestern haben wir wieder Velah gelegt – auf Elite. War ein harter Run. Am Ende sind wir beinahe gewiped – aber der Loot war das Ganze echt wert: Der +6 Str.-Belt und ein +2-Wis-Tome sind gedroppt. Und wir haben beides abgegriffen.“

Die Dragons zu Besuch bei Velah

So oder ähnlich klingt es, wenn MMORPG-Spieler sich über ihre letzten Erlebnisse in der digitalen Welt unterhalten. Ein Nicht-Spieler, der auf der Arbeit am Kaffeeautomaten solch eine Unterhaltung aufschnappt, dürfte nicht mehr verstehen als „Bahnhof“. Doch der Anteil derer, denen dieser ganz eigene „Soziolekt“ ein Buch mit sieben Siegeln bleibt, schrumpft von Jahr zu Jahr:

Die Spiele-Industrie ist DER Wachstumsmarkt in der Medienbranche. Mit Wachstumsraten von über 11 % kann kein anderer Bereich der Medienbranche mithalten. Besonders digitale Technologien werden als Wachstumstreiber identifiziert. Die Kombination von Computerspiel und Netzinteraktivität erscheint die logische Konsequenz dieser Entwicklung … (mehr …)

Expertenbefragung: Swaran Sandhu – Hypes und Hoffnungen im Web 2.0 5. Juni 2007

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Swaran SandhuDipl. rer. com., M. Sc. Swaran Sandhu arbeitet am Soziologischen Seminar der Universität Luzern. Seine Forschungsschwerpunkte sind unter anderem: PR und Organisationskommunikation, Neue Medien und Social Software. Seit 2005 ist er Mitglied der Projektleitung der jährlichen Euroblog-Studien.

Im folgenden zugegeben recht langen – doch sehr lesenswerten Interview geht es um techniche Entwicklungen, viel versprechende Plattformen und Hypes im Web 2.0 sowie sich verändernde Ansprüche an Unternehmen und deren PR-Verständnis … (mehr …)

Expertenbefragung: Stefan Niggemeier über „Web“ und die Welt 4. Juni 2007

Posted by Daniel Kömpel in Expertenbefragung, Grundlegendes, Journalismus / Neue Medien, Politik 2.0.
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Stefan NiggmeierDer Gründer der Nummer Eins der deutschen Blogcharts, Stefan Niggemeier, war so freundlich, ein paar grundlegende Fragen meinerseits in seinen Terminkalender einzuschieben. Neben dem Schreiben für das BILDblog, das als einer der ersten Weblogs in Deutschland bereits fest Beschäftigte aufweist, ist Niggemeier langjähriger erfolgreicher Medienjournalist und nebenbei auch für den Grimme-Online-Award nominiert. (mehr …)

Die neue FR – Sprung in die Zukunft oder pures Facelift? 30. Mai 2007

Posted by Daniel Kömpel in Aktuelles, Das muss ich loswerden, Journalismus / Neue Medien.
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Die neue FR - Abbildung von www.fr-aktuell.deEines hat die Frankfurter Rundschau mit Bestimmtheit – Tradition. Sie war die erste zugelassene Tageszeitung des amerikanischen Sektors in Nachkriegsdeutschland. Sie hat die junge Republik durch dick und dünn begleitet und mit Sicherheit sogar mit geprägt. Dies nicht zuletzt, weil von Anfang an Menschen mit echter Überzeugung an dem Blatt gearbeitet haben, von denen der langjährige Chefredakteur und Herausgeber Karl Gerold nur einer, wenn auch sicher der Prägendste war.

Wenig ist heute von diesem einstigen Ruhm übrig geblieben. Von einer „überregional verbreiteten Frankfurter Lokalzeitung“ spricht Friedrich Wilhelm Graf spöttisch im Spiegel Special 09/2006. Auch in Blogistan wird sich des Öfteren einmal über die Online-Ausgabe der FR muckiert: (mehr …)

Politik für das 21. Jahrhundert: Piraten übernehmen das Ruder 30. Mai 2007

Posted by Daniel Kömpel in Aktuelles, Politik 2.0.
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Logo Piratenpartei DeutschlandNicht nur auf der Kinoleinwand treiben Piraten derzeit ihr Unwesen: Während Johnny Depp in „Piraten der Karibik 3“ gewohnt charmant wankt, trinkt und flucht und der Film sogar eine unerwartete (leicht pathetische) Kapitalismuskritik an den Tag legt, versucht in Deutschland eine ganz andere Piratenbande das politische Parkett zu entern: Die Piratenpartei Deutschland (PIRATEN).

Der für die Parteienlandschaft etwas ungewöhnliche Name soll laut eigener Aussage als Kampfansage gegen die vorherrschenden Strukturen in Sachen Copyrights und geistigem Eigentum verstanden werden:  

„Der Begriff des „Piraten“ ist ein Kampfbegriff, der vor allem von der Musik- und Filmindustrie und ihren Lobbyorganisationen benutzt wird, um einen bedeutenden Teil der Bevölkerung zu kriminalisieren. Weite Teile der Gesellschaft sollen als Verbrecher stigmatisiert werden, nur weil sie von ihrem Recht, an der Kultur und dem Wissen der Menschheit teilzuhaben, Gebrauch machen.“ (mehr …)

Blogs: Förderer der Meinungsvielfalt oder ideologisch abgekapselte Stammtischhetzer? 28. Mai 2007

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Tragen Blogs in Deutschland zum politischen Diskurs bei? Oder fördern sie gar Desinformation und eine Frontenbildung der politischen Lager?

Ein Paradebeispiel der letzteren Sorte ist sicherlich das von Stefan Herre (Steckblatt vom Parteibuch-Blog) betriebene Weblog „Politically incorrect“ (PI). Mit laut eigener Statistik ca. 8.000 Besuchern pro Tag und einem Platz 66 in den deutschen Blogcharts ein nicht zu unterschätzendes Portal, die Breitenwirkung betreffend.

Das Weblog rühmt sich damit, politisch inkorrekt zu sein und unbequeme Wahrheiten auszusprechen. Es bekennt sich als pro-amerikanisch, pro-israelisch, islamkritisch und als Wahrer der Grundgesetze und Menschenrechte. Das alles klingt erst einmal wenig skandalös, zum Teil sogar sympathisch, wird es mit der Political Correctness in Deutschland doch manchmal auch übertrieben. Es bekommt aber eine neue Qualität, wenn man sich ein wenig mit den Inhalten des Weblogs und dessen Leserschaft beschäftigt … (mehr …)

„Did you know?“ – Die digitale Zukunft in Zahlen 24. Mai 2007

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Im Jahr 2049 wird ein 1000$-Computer die Rechenleistung der (Gehirne der) menschlichen Rasse übertreffen. Da möchte man doch sofort Terminator-like aufbrechen und einen Anschlag auf Cyberdine-Systems durchführen. Doch was in den 80er-Jahren noch Stoff für Science-Fiction-Literatur bot, klingt heute gar nicht mehr so unglaubwürdig:

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Sex im Web – die etwas andere Statistik … 24. Mai 2007

Posted by Daniel Kömpel in Aktuelles, Das muss ich loswerden.
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Im Umfeld von Second Life hatte ich schon einmal kurz angeführt, welche wirtschafliche Rolle Sex im Internet spielt – auf der Suche nach verwertbaren Zahlen stieß ich bei Käferchen auf eine Statistik der etwas anderen Art:

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Intel torpediert Entwicklungshilfe-Projekt 22. Mai 2007

Posted by Daniel Kömpel in Aktuelles, Arbeitswelt / Online-PR.
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100-Dollar-Laptop - Prototyp, Lizensiert unter Creative Commons Attribution ShareAlike 2.5, Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:LaptopOLPC_a.jpgEs klingt wie eine nur allzu schöne Utopie: Man sorge dafür, dass die Kinder und Jugendlichen dieser Welt einen freien Zugang zum Internet und damit dem kollektiven Wissensspeicher der Menschheit haben. Da Kinder von Natur aus Neugierig sind und eine hohe autodidaktische Lernfähigkeit aufweisen, bilden sie sich schnell weiter, lernen Fremdsprachen und sichern sich damit ihre eigene Zukunft. Dank des erhöhten Bildungsgrades haben militante fundamentalistische Bewegungen keinen Nährboden mehr, um ihre lebensverachtenden Pseudo-Philosophien zu verbreiten. Zugleich wird der digitalen Spaltung (digital devide) der Gesellschaft entgegengewirkt.

Das alles soll möglich werden mit der von Nicholas Negroponte ins Leben gerufenen „One Laptop per Child“-Initiative (OLPC), die sich zum Ziel gesetzt hat, Laptops für bedürftige Schüler in Drittwelt- und Schwellenländern für unter 100$ pro Stück anzubieten. Negroponte, dessen Kompetenz in Sachen IT außer Frage steht, nennt die Non-Profit-Initiative „ein Bildungs-, kein Laptopprojekt„.

Nicht, dass dem Projekt schon genug Steine im Weg liegen würden, als da wären: die fehlende Medienkompetenz der Zielgruppe, was zu absichtlicher Fehlinformation führen kann oder der Unwille der meisten Drittweltländer, seine Untertanen überhaupt zu mündigen Bürgern einer Informationsgesellschaft zu erziehen. Schließlich könnte das Volk dann irgendwann in Frage stellen, dass die korrupte Regierung Gelder aus Entwicklungshilfe und Rohstoffausbeutung lieber in Waffen investiert, um die eigene Macht zu erhalten, statt in Bildung und Infrastruktur.

Zu allem Übel hat das Projekt auch noch Intel und Microsoft gegen sich aufgebracht. Der Laptop wird nämlich von einem AMD-Prozessor betrieben und läuft unter einem Open-Source-Linux-Betriebssystem. Ein Schelm, wer da einen Zusammenhang sieht …  (mehr …)

Unternehmen in Online-Communities – ein Dissertationsprojekt 21. Mai 2007

Posted by Daniel Kömpel in Aktuelles, Arbeitswelt / Online-PR.
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Meine ehemalige Kommilitonin Valerie Ponell hat für ihre Master-Dissertation an der Cardiff University eine Online-Umfrage ins Netz gestellt. Das Thema lautet:

„Unternehmen in Online-Communities – Präsentation oder Kommunikation?“

Die Umfrage ist auf Englisch gehalten und kostet keine fünf Minuten Zeit. Hier könnt ihr Valerie helfen, ein repräsentatives Ergebnis zu erhalten.

Die Fragen sind interessant und im Ergebnis sicherlich aussagekräftig. Einzig, ich vermisse ein wenig die genauere Differenzierung der verschiedenen Online-Communities und deren Zielsetzung. Das würde allerdings auch sicher den Rahmen der Befragung sprengen …  (mehr …)

Stell dir vor, alle sind online und keiner macht mit … 15. Mai 2007

Posted by Daniel Kömpel in Aktuelles, Journalismus / Neue Medien, Private Netzwelten.
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Wie nun, was nun? Ganz Deutschland ist online – aber nach der weit verbreiteten 90-9-1-Regel gestalten nur wenige aktiv das Internet mit? Oder haben wir gar eine Million Blogger in Deutschland, wie es eine aktuelle Focus-Umfrage unterstellt? Je nach Untersuchungszweck, untersuchendem Institut und zugrunde gelegten Annahmen ist die ganze Palette nur vorstellbarer Ergebnisse erhältlich:

Zum Beispiel ist ein Web 2.0-Nutzer in manch einer Untersuchung jeder, der innerhalb der letzten 30 Tage einmal eine wie auch immer geartete Plattform besucht hat, die Interaktion zulässt. Das dürfte dann ja auf beinahe jeden zutreffen. Auch der Spiegel scheint ob der immer neuen und immer wieder anders lautenden Meldungen verunsichert:

„Besonders viele Websurfer scheinen sich an dem als „Mitmach-Internet“ gepriesenen Web 2.0 nicht zu beteiligen. Eine Studie legt nahe, dass Webseiten und Online-Dienste die zu Interaktion aufrufen, meist nur zur Berieselung genutzt werden.“ SPIEGEL online, 18.4.2007

Von nur 0,16% aktiver Nutzer (von Youtube) ist hier die Rede. Das will das Marktforschungsinstitut Hitwise in Erfahrung gebracht haben. Etwa zwei Wochen später die Kehrtwendung: (mehr …)

Springer, Netzzensur und die Blogosphäre 10. Mai 2007

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Alan Posener kommentiert in seinem Blog recht bissig die Buchveröffentlichung von BILD-Chef und Vorzeigedemokrat Kai Dieckmann. „Der große Selbstbetrug“, so der passende Titel der Veröffentlichung, in der Dieckmann unter anderem mit den 68ern abrechnet. Nun wäre das alles kein großes Ding, Dieckmann-Bashing ist dank des BILDblogs schließlich (und zum Glück) zu einem Hobby der Blogosphäre geworden.

Doch ist Herr Posener leider Chef-Kommentator der Welt am Sonntag, die bekannterweise ebenso wie die BILD zum von Axel Cäsar Springer gegründeten gleichnamigen Medienkonzern gehört. Und eines mag dieser Verlag gar nicht – Dolchstöße in das Herz des Verlages von ihren eigenen Söhnen… Lohnsklaven Mitarbeitern.

Nun war die Kritik auch nicht gerade harmlos:

„Wenn man ein bisschen zynisch ist, auf miniberöckte Vorzimmermiezen großen, auf Ernsthaftigkeit eher weniger Wert legt, kann man (bei „Bild“) Karriere machen, und das ist völlig OK so. Einer muss es ja machen, so wie einer den Dieter Bohlen machen muss, und einer den Papst. Aber wenn Dieter Bohlen den Papst geben würde, müsste man auch lachen, oder?“ Alan Posener

So kann man auch nachvollziehen, dass der Beitrag mittlerweile gelöscht ist.  (mehr …)

Kinderpornografie in Second Life – überrascht? 8. Mai 2007

Posted by Daniel Kömpel in Aktuelles, Private Netzwelten.
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Der Report aus Mainz berichtet in der gestrigen Sendung über Second Life. Alle nur erdenklichen positiven Reportagen sind medial durchgekaut – also ist jetzt mal ein erschreckender Aufdeckungsbericht dran: Virtuelle Kinderpornographie ist das Thema. Natürlich ordentlich bebildert und mit erschreckenden O-Tönen:

„Es ist einfach nur erschütternd, und wenn man sich dann vorstellt, dass dort, hinter diesen Spielfiguren reale Menschen stehen […] dann sind das wirklich Anleitungen zu sexueller Ausbeutung, zu sexuellen Verbrechen an Kindern.“ (Lutz-Ulrich Besser, Zentrum für Traumatherapie, Niedersachsen)

Warum ausgerechnet er ein Experte ist, sei mal dahin gestellt. Es geht konkret um den Fall, dass ein deutscher SL-User einem getarnten ARD-Reporter-Team reale kinderpornographische Bilder angeboten hat, wohl nachdem man sich zum virtuellen Sex verabredet hat. Diese Bilder könne man dort überall bekommen. (mehr …)

Expertenumfrage – SoSo-Tools mit Potenzial? 7. Mai 2007

Posted by Daniel Kömpel in Aktuelles, Expertenbefragung, Journalismus / Neue Medien.
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Was macht es aus, das vielfach gerühmte Web 2.0? Der Community-Gedanke ist schließlich kein neuer. Erste Online-Foren, die Austausch ermöglichten und Intelligenz bündelten – wie etwa The Well – existieren bereits seit Mitte der 80er. Technik-Affine surften schon lange vor der Öffnung des Internets per Akustik-Koppler in „Siebenmeilenstiefeln“ um die Welt.

Aber dank des Internets und der sich stetig verbessernden Usability der Anwendungen ist heute beinahe alles für jeden realisierbar. Social-Software-Anwendungen wie lokalisten, plazes, yigg, mindmeister, qype & Co. wecken in der Webgesellschaft Bedürfnisse, von denen die meisten bisher nicht einmal wussten, dass sie sie überhaupt haben. 

„Kurzfristig überschätzt. Langfristig unterschätzt.“ (Prof. Dr. Jo Groebel)

Welche dieser Tools haben das Potenzial, auch noch in zehn Jahren zu existieren bzw. sich evolutionär mit den technischen Möglichkeiten des Internets weiterzuentwickeln? Welche können gar die Gesellschaft an sich verändern – die Art, wie wir uns politisch einbringen oder unser Berufsleben und unsere Freizeit gestalten? Und wollen wir das überhaupt?

Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, startet hier und heute einen Rundruf an ausgewählte A-Blogger, Medienprofis und Journalisten, (mehr …)

DSDS, die Macht der Vermarktung und das Social-Music-Web 6. Mai 2007

Posted by Daniel Kömpel in Aktuelles, Arbeitswelt / Online-PR, Das muss ich loswerden, Private Netzwelten.
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Das Social Web eröffnet jedem die Möglichkeit, sich seine ganz individuellen Playlists zusammenzustellen, die seinen Musikgeschmack erstaunlich genau treffen anhand von wenigen angegebenen Titeln. Das ganze funktioniert nach dem amazon-Empfehlungsprinzip und nennt sich beispielsweise last.fm. Dafür muss man natürlich erstmal einen eigenen Musikgeschmack entwickeln. Ist dieser von Shows wie der heute zu Ende gegangenen vierten Staffel von Deutschland sucht den „Superstar“ geprägt, kann auch ein Tool wie dieses nicht mehr viel retten … (mehr …)

Friedensmacht (neue) Medien – Teil 2 5. Mai 2007

Posted by Daniel Kömpel in Aktuelles, Journalismus / Neue Medien.
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„Eigentlich ist Journalismus viel zu wichtig, als dass damit jemand sein Geld verdienen sollte.“ (Mahatma Gandhi)

Dass Mahatma Gandhi neben seiner Tätigkeit als Anwalt auch bereits früh Publizist und Journalist war (Buchtipp), war eines von vielen interessanten Learnings auf dem gestrigen Vortrag „Friedensmacht Medien“ in Darmstadt. Weder auf der deutschen noch auf der englischen Wikipedia-Seite wird dies überhaupt erwähnt. Dabei gilt der Salzmarsch als eine der wohl wirkungsvollsten, geplanten Medienkampagnen des 20. Jahrhunderts.

Der vom alternativen Nobelpreisträger Johann Galtung geprägte Begriff „Friedensjournalismus“ war ein Kernpunkt des Vortrags von Martin Zint (siehe Vorbericht). Ein kontroverser Begriff, so Martin Zint, der bei Journalisten ob der implizierten mangelnden Objektivität immer wieder auf Ablehnung stößt.

Hier aber erstmal ein kleiner medialer Einstieg zum Israel-Palästina-Konflikt:

Besonders gefällt mir an dem Video, dass am Ende der „Ball“ dem Zuschauer zugespielt wird. (mehr …)

Schäuble legt nach – Diskussion erschreckend unsachlich 3. Mai 2007

Posted by Daniel Kömpel in Aktuelles, Politik 2.0.
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Wolfgang Schäuble hat seine Forderung nach Online-Durchsuchungen laut heise online heute in Hamburg erneuert. Was mich an der ganzen Debatte so erschüttert, ist die Unsachlichkeit, mit der Medien und alle politischen Lager vorgehen. Insbesondere von Seiten der Politik kann ich nur immer wieder reinen Partei-Opportunismus unterstellen. Ich bin ein echter Verfechter von Meinungsfreiheit und des Rechts auf Privatsphäre. Den Gedanken an einen gläsernen Menschen und einen alles kontrollierenden Staat finde ich schrecklich, dennoch: (mehr …)