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	<title>Kommentare zu: Friedensmacht (neue) Medien &#8211; Teil 2</title>
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	<description>what effects will social software have on the world we live in?</description>
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		<title>Von: Daniel Kömpel</title>
		<link>http://thewebsociety.de/2007/05/05/friedensmacht-neue-medien-teil-2/#comment-56</link>
		<dc:creator>Daniel Kömpel</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 May 2007 15:53:28 +0000</pubDate>
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		<description>Ein wirklich guter Beitrag zu Gandhi - danke für den Link. Beim Betrachten der Blogosphäre sollte man die Ebenen auf persönlicher, des beruflicher (oder organisationstechnischer) und gesellschaftlicher Ebene betrachten. Auf der persönlichen Ebene erfüllen sie sicher ihren Zweck. Sie unterhalten und ermöglichen, sich auszutauschen. Auf organisatorischer Ebene gibt es im Bereich der Selbstvermarktung gute Beispiele, der Nutzen für große Unternehmen ist noch recht gering. Auf gesellschaftlicher Ebene ist der Einfluss in Industrieländern - bisher - sehr gering. 

Brechts Radiotheorie entstand in einer Zeit großer gesellschaftlicher Umwerfungen - zwischen Weimarer Republik und drittem Reich. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er diese Theorie nicht unter dem Gedanken formuliert hat, dass dieses Prinzip gesellschaftliche Auswirkungen im Sinne von Aufklärung und Friedensförderung unterstützen könnte. Von daher wäre er m. E. von der heutigen Blogosphäre etwas enttäuscht ...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ein wirklich guter Beitrag zu Gandhi &#8211; danke für den Link. Beim Betrachten der Blogosphäre sollte man die Ebenen auf persönlicher, des beruflicher (oder organisationstechnischer) und gesellschaftlicher Ebene betrachten. Auf der persönlichen Ebene erfüllen sie sicher ihren Zweck. Sie unterhalten und ermöglichen, sich auszutauschen. Auf organisatorischer Ebene gibt es im Bereich der Selbstvermarktung gute Beispiele, der Nutzen für große Unternehmen ist noch recht gering. Auf gesellschaftlicher Ebene ist der Einfluss in Industrieländern &#8211; bisher &#8211; sehr gering. </p>
<p>Brechts Radiotheorie entstand in einer Zeit großer gesellschaftlicher Umwerfungen &#8211; zwischen Weimarer Republik und drittem Reich. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er diese Theorie nicht unter dem Gedanken formuliert hat, dass dieses Prinzip gesellschaftliche Auswirkungen im Sinne von Aufklärung und Friedensförderung unterstützen könnte. Von daher wäre er m. E. von der heutigen Blogosphäre etwas enttäuscht &#8230;</p>
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		<title>Von: 7an</title>
		<link>http://thewebsociety.de/2007/05/05/friedensmacht-neue-medien-teil-2/#comment-55</link>
		<dc:creator>7an</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 May 2007 14:29:40 +0000</pubDate>
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		<description>Tolles Video, aber das Zitat von Gandhi ist auch klasse. Auf Geld kommt es im Journalismus nicht an, anderseits könnte man auch sagen, dass jemand, der sich dem ehrlichen Journalismus verschreibt, an nichts Mangel haben sollte. Das versteht sich von selbst. 

Das mit dem Friedensjournalismus ist so eine Sache. Frieden ist eigentlich ein Loch. Frieden zeichnet sich eben dadurch aus, dass keine Probleme da sind, dass alles okay ist. Also worüber soll man berichten? Es liegt in der Natur der Sache, dass man ein spannendes Thema braucht, um darüber berichten zu können. 

Mit dem Caritativen ist das wieder eine andere Sache. Das ist sehr persönlich. Entweder ich habe eine Veranlagung zu helfen oder eben nicht - vereinfacht gesagt. Bzw. man braucht halt etwas, dass einen persönlich bewegt. Man kann nicht verlangen mal so was caritatives zu machen. Das ist Blödsinn. Warum? Weshalb? Wo ist der Grund? Der Auslöser? Der Aufhänger? In dem Kontext bin ich mir auch sicher, dass Brecht sehr wohl mit den Blogs zufrieden wäre. Was hätte er mehr wollen können, als dass jeder seine Meinung sagen kann und sie jeder Mensch auf der Welt empfangen kann?

PS: Immer wenn ich von Gandhi höre, muss ich auch daran denken, dass er auch ein ganz schöner Bastard war. Dieses Portrait der ZEIT verschafft Klarheit. 
Der eitle Asket: http://www.zeit.de/2005/09/P-Gandhi_</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Tolles Video, aber das Zitat von Gandhi ist auch klasse. Auf Geld kommt es im Journalismus nicht an, anderseits könnte man auch sagen, dass jemand, der sich dem ehrlichen Journalismus verschreibt, an nichts Mangel haben sollte. Das versteht sich von selbst. </p>
<p>Das mit dem Friedensjournalismus ist so eine Sache. Frieden ist eigentlich ein Loch. Frieden zeichnet sich eben dadurch aus, dass keine Probleme da sind, dass alles okay ist. Also worüber soll man berichten? Es liegt in der Natur der Sache, dass man ein spannendes Thema braucht, um darüber berichten zu können. </p>
<p>Mit dem Caritativen ist das wieder eine andere Sache. Das ist sehr persönlich. Entweder ich habe eine Veranlagung zu helfen oder eben nicht &#8211; vereinfacht gesagt. Bzw. man braucht halt etwas, dass einen persönlich bewegt. Man kann nicht verlangen mal so was caritatives zu machen. Das ist Blödsinn. Warum? Weshalb? Wo ist der Grund? Der Auslöser? Der Aufhänger? In dem Kontext bin ich mir auch sicher, dass Brecht sehr wohl mit den Blogs zufrieden wäre. Was hätte er mehr wollen können, als dass jeder seine Meinung sagen kann und sie jeder Mensch auf der Welt empfangen kann?</p>
<p>PS: Immer wenn ich von Gandhi höre, muss ich auch daran denken, dass er auch ein ganz schöner Bastard war. Dieses Portrait der ZEIT verschafft Klarheit.<br />
Der eitle Asket: <a href="http://www.zeit.de/2005/09/P-Gandhi_" rel="nofollow">http://www.zeit.de/2005/09/P-Gandhi_</a></p>
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		<title>Von: Daniel Kömpel</title>
		<link>http://thewebsociety.de/2007/05/05/friedensmacht-neue-medien-teil-2/#comment-36</link>
		<dc:creator>Daniel Kömpel</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 May 2007 16:00:24 +0000</pubDate>
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		<description>Richtig - das Social Web wird oft auf Blogs reduziert, was die Sache ja gar nicht trifft. Man kann Menschen logischerweise viel besser in eine Sache einbinden, wenn sie sich auch selbst einbringen können. das kann ja nicht nur in Blogs geschehen. 

Ansätze dazu gibt es zum Beispiel bei den Projekten http://www.mifkad.org.il/en/ oder http://www.deine-stimme-gegen-armut.de/ 

Letztere schaltet sogar Werbung auf MTV mit einem riesigen Staraufgebot, das die Aktion unterstützt. Es gibt sogar eine Unterseite mit einem eigenen Blog, doch trotz massivem Marketing wird so gut wie nicht kommentiert. 

Es ist zwar m. E. ein guter Anfang, Stimmen gegen unmenschliche Zustände zu sammeln, um die Regierungschefs zu beeinflussen. Doch setze ich Voraus, dass 99,9% aller Menschen eine Aktion unterstützen, die armen Kindern helfen will - eine Unterschrift ist auch schnell gegeben - aber was kommt dann?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Richtig &#8211; das Social Web wird oft auf Blogs reduziert, was die Sache ja gar nicht trifft. Man kann Menschen logischerweise viel besser in eine Sache einbinden, wenn sie sich auch selbst einbringen können. das kann ja nicht nur in Blogs geschehen. </p>
<p>Ansätze dazu gibt es zum Beispiel bei den Projekten <a href="http://www.mifkad.org.il/en/" rel="nofollow">http://www.mifkad.org.il/en/</a> oder <a href="http://www.deine-stimme-gegen-armut.de/" rel="nofollow">http://www.deine-stimme-gegen-armut.de/</a> </p>
<p>Letztere schaltet sogar Werbung auf MTV mit einem riesigen Staraufgebot, das die Aktion unterstützt. Es gibt sogar eine Unterseite mit einem eigenen Blog, doch trotz massivem Marketing wird so gut wie nicht kommentiert. </p>
<p>Es ist zwar m. E. ein guter Anfang, Stimmen gegen unmenschliche Zustände zu sammeln, um die Regierungschefs zu beeinflussen. Doch setze ich Voraus, dass 99,9% aller Menschen eine Aktion unterstützen, die armen Kindern helfen will &#8211; eine Unterschrift ist auch schnell gegeben &#8211; aber was kommt dann?</p>
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		<title>Von: alvanx</title>
		<link>http://thewebsociety.de/2007/05/05/friedensmacht-neue-medien-teil-2/#comment-35</link>
		<dc:creator>alvanx</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 May 2007 15:34:55 +0000</pubDate>
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		<description>Mir sind allerdings einige karitative oder der Natur zugute kommende Websites bekannt, aber kein einziges Blog. 
Wo liegen für dich denn in diesem Bereich genau die Vorteile eines Blogs? Wenn es nämlich keine speziellen gibt - vielleicht haben die Macher auch einfach festgestellt, das Websites an sich praktischer sind. 
Aber ich vermute, dass deine Aussage gar nicht speziell auf Blogs ausgelegt war, sondern allgemein die mangelnde Webpräsenz von sozialen Projekten anprangern sollte. Unterschrieben!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Mir sind allerdings einige karitative oder der Natur zugute kommende Websites bekannt, aber kein einziges Blog.<br />
Wo liegen für dich denn in diesem Bereich genau die Vorteile eines Blogs? Wenn es nämlich keine speziellen gibt &#8211; vielleicht haben die Macher auch einfach festgestellt, das Websites an sich praktischer sind.<br />
Aber ich vermute, dass deine Aussage gar nicht speziell auf Blogs ausgelegt war, sondern allgemein die mangelnde Webpräsenz von sozialen Projekten anprangern sollte. Unterschrieben!</p>
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		<title>Von: Daniel Kömpel</title>
		<link>http://thewebsociety.de/2007/05/05/friedensmacht-neue-medien-teil-2/#comment-31</link>
		<dc:creator>Daniel Kömpel</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 May 2007 20:12:46 +0000</pubDate>
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		<description>Hallo alvanx,
ich will damit ja auch nicht sagen, dass jeder Otto-Normal-Surfer einen caritativen Weblog anlegen soll, da er sonst seiner Rolle in der Gesellschaft nicht gerecht wird. Vielmehr wundert es mich, dass es so wenige SoSo-Projekte von Organisationen oder deren Mitgliedern gibt. In der PR-Branche hat jeder CEO, der etwas auf sich hält und im Web 2.0 aktiv ist, ein eigenes Weblog. Klar, die kennen sich ja auch mit dem Medium und dessen Technik aus. Aber technische Eintrittsbarrieren sind mittlerweile so stark gesunken, dass das als Ausrede kaum noch gelten kann. 
Allerdings habe ich auch stark den Eindruck, dass die meisten Blogs i.d.T. dem Eigenmarketing dienen bzw. dem Ausbau der Credibility - sozusagen der Webwährung. Wenn dem wiklich so wäre, wäre meiner Ansicht ein großer Teil des Potenzials des Web 2.0 vergeben. Brecht jedenfalls hätte dies so mit Sicherheit nicht erwartet, als er seine Radiotheorie formulierte.
</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo alvanx,<br />
ich will damit ja auch nicht sagen, dass jeder Otto-Normal-Surfer einen caritativen Weblog anlegen soll, da er sonst seiner Rolle in der Gesellschaft nicht gerecht wird. Vielmehr wundert es mich, dass es so wenige SoSo-Projekte von Organisationen oder deren Mitgliedern gibt. In der PR-Branche hat jeder CEO, der etwas auf sich hält und im Web 2.0 aktiv ist, ein eigenes Weblog. Klar, die kennen sich ja auch mit dem Medium und dessen Technik aus. Aber technische Eintrittsbarrieren sind mittlerweile so stark gesunken, dass das als Ausrede kaum noch gelten kann.<br />
Allerdings habe ich auch stark den Eindruck, dass die meisten Blogs i.d.T. dem Eigenmarketing dienen bzw. dem Ausbau der Credibility &#8211; sozusagen der Webwährung. Wenn dem wiklich so wäre, wäre meiner Ansicht ein großer Teil des Potenzials des Web 2.0 vergeben. Brecht jedenfalls hätte dies so mit Sicherheit nicht erwartet, als er seine Radiotheorie formulierte.</p>
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		<title>Von: alvanx</title>
		<link>http://thewebsociety.de/2007/05/05/friedensmacht-neue-medien-teil-2/#comment-30</link>
		<dc:creator>alvanx</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 May 2007 15:02:53 +0000</pubDate>
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		<description>Keines! Aber warum auf andere zeigen und nicht selbst mit gutem Beispiel vorangehen? Warum Probleme aufzeigen, ohne eine Lösung zu präsentieren? Aber ich verstehe schon: Das ist nicht der Sinn dieses Blogs. 
Genausowenig wie der Sinn meines Blogs. Obwohl ich die Notwendigkeit - oder Nützlichkeit - erkenne. Wir sitzen letztendlich doch alle im selben Boot. 
Warum startet niemand von uns ein Blog, um soziale Projekte zu unterstützen? Weil unser Herz nicht dafür schlägt, weil es uns nicht begeistert. Weil soziale Projekte ganz einfach nicht unsere Hobbys sind (oder sonstige Motivation, ein Blog zu starten). Wir finden Hilfsprojekte ohne Zweifel ganz toll und spenden vielleicht hin und wieder etwas - aber wenn unser Herz nicht dafür schlägt, setzen wir uns nicht so weit damit auseinander, wie nötig wäre, um diese Probleme zu lösen. 
Ist das nicht ein Hauptproblem der Menschheit?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Keines! Aber warum auf andere zeigen und nicht selbst mit gutem Beispiel vorangehen? Warum Probleme aufzeigen, ohne eine Lösung zu präsentieren? Aber ich verstehe schon: Das ist nicht der Sinn dieses Blogs.<br />
Genausowenig wie der Sinn meines Blogs. Obwohl ich die Notwendigkeit &#8211; oder Nützlichkeit &#8211; erkenne. Wir sitzen letztendlich doch alle im selben Boot.<br />
Warum startet niemand von uns ein Blog, um soziale Projekte zu unterstützen? Weil unser Herz nicht dafür schlägt, weil es uns nicht begeistert. Weil soziale Projekte ganz einfach nicht unsere Hobbys sind (oder sonstige Motivation, ein Blog zu starten). Wir finden Hilfsprojekte ohne Zweifel ganz toll und spenden vielleicht hin und wieder etwas &#8211; aber wenn unser Herz nicht dafür schlägt, setzen wir uns nicht so weit damit auseinander, wie nötig wäre, um diese Probleme zu lösen.<br />
Ist das nicht ein Hauptproblem der Menschheit?</p>
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